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Fotoausstellung: Nichts als Weinstöcke !?! - Metamorphosen im Weinberg

Großer Bär, Großer Wagen, Löwe, Steinbock…, wir wissen, dass hiermit bestimmte Konstellationen von Sternen, Sternbilder, gemeint sind. Wir wissen auch, dass es sich um Wolken handelt, wenn wir in ihnen Personen oder Gesichter zu sehen glauben. In der Wahrnehmungspsychologie ist dieses Phänomen unter dem Begriff „Pareidolie“ bekannt: In Dingen sehen wir vermeintliche Muster von Gesichtern, von Tieren, von vertrauten Wesen. Schon von der Frühgeschichte der Menschheit an übten Gegenstände und Phänomene der Natur eine große Faszination aus, wenn in ihnen gesichterähnliche Züge gesehen und für Rätsel, für zum Teil kultische Verehrung sorgten. Das Erkennen von Gesichtern ist uns von Geburt an gegeben, wir neigen intuitiv zu einer entsprechenden Wahrnehmung unseres direkten Umfeldes.

Ich habe in den letzten Jahren unzählige Weinstöcke fotografiert, um genau mit diesem Phänomen zu spielen. So zeigen meine Fotografien von Weinstöcken tier- und menschenähnliche Formen, die schnell vergessen lassen, dass es sich schlicht um knorriges Holz handelt. Die rätselhaften bis witzigen Bilder zeigen einen märchenhaften Weinberg, an dem Ovid seine Freude gehabt hätte. Verblüffend ist dabei auch die Ähnlichkeit der von Natur geschaffenen Skulpturen mit Beispielen aus der Bildenden Kunst.

Bei der Wirkung der Bilder versteht sich das Projekt auch als Experiment im Sinne von künstlerisch-fotografischer Interpretation/Konstruktion von Wirklichkeit: auf Seiten des Fotografen, der in Weinstöcken Augen, Gesichter, zoo- und anthropomorphe, mimische und gestische Formen sieht und diese fotografisch in Szene setzt, auf Seiten der Betrachtenden, die die Bilder in ihrer Wahrnehmung in einen Sinnzusammenhang setzen – im Sinne der fotografischen Absicht oder einer eigenen subjektiven Zuordnung von Bedeutung und Auflösung des Bilderrätsels.

Die nächste Etappe der Fotoausstellung: 08.03. - 30.04.2021 im Justizzentrum Düsseldorf. Während des Sitzungsbetriebs sind die ausgestellten Bilder zu sehen.

Landesarbeitsgericht Düsseldorf im Fachgerichtszentrum Düsseldorf, Ludwig-Erhard-Allee 21, 40227 Düsseldorf

Begleitend zur Ausstellung zeigt die Projektion Nichts als Weinstöcke !?!  im Planetarium Bochum eine Vielzahl meiner Weinstöcke-Bilder in animierter Form. Die Fotografien werden dabei mit unterlegter Musik auf die 360°-Kuppel des Planetariums projiziert und verschaffen so eine suggestive Wirkung. Ein neuer Termin wird nach dem Lockdown bekanntgegeben.

 

 

artSPACE: Stradivari in der Kuppel - Porträt des UNESCO-Weltkulturerbes Geigenbau im italienischen Cremona

Cremona, 80 km südöstlich von Mailand gelegen, ist berühmt durch seine Tradition im Geigenbau. Diese wurde begründet von Namen wie Antonio Stradivari, Andrea Amati und Giuseppe Guarneri del Gesù, über 150 Werkstätten des Geigenbaus, ein modernes Geigen-Museum, Universität, eine Violinbauschule und vor allem viele MusikerInnen aus aller Welt prägen bis heute die überaus sehenswerte lombardische Altstadt. Die traditionelle Geigenbaukunst von Cremona wurde im Jahre 2012 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Der Fotokünstler Heinrich Brinkmöller-Becker hat mit seiner Kamera Cremona besucht und zeigt in einer Projektion von animierten Bildsequenzen auf die Planetariumskuppel seine Eindrücke von Stradivaris Erben.

Dazu spielt das Streichquartett des Orchesterzentrum | NRW das

Quartett c-Moll für zwei Violinen, Viola und Violoncello, op. 18,4 von Ludwig van Beethoven.

Ausführende MusikerInnen:

Severin Van Schmid, Violine

Teira Yamashita, Violine

Claudio Laureti, Viola

Lorraine Buzea, Violoncello.

Außerdem gibt der Bochumer Geigenbauer Lukas Kehnen einen kleinen Einblick in sein Handwerk.

In Kooperation mit:

Orchesterzentrum | NRW

Cicuit, Deutsch-italienische Gesellschaft e.V.

Förderverein Haus Kemnade und Musikinstrumentensammlung Grumbt e.V.

Geigenbauer Lukas Kehnen

 

Planetarium Bochum, Donnerstag, 25. März 2021, 20.00 Uhr

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Planetarium Münster, Corona-bedingt und wegen des Umbaus des Planetariums auf das Jahr 2022 verschoben.

In Kooperation mit DIG - Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. Münster

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URANIA-Planetarium Potsdam, Mittwoch, 28. April 2021  (keine Live-Musik!)

In Kooperation mit Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. in Berlin

artSPACE: SHONA-ART - Skulpturen und Kunsthandwerk aus Zimbabwe

Steinskulpturen aus dem südafrikanischen Zimbabwe gehören international zu den Highlights der Bildhauerei vor allem seit einer Renaissance dieser Kunst ab der Mitte des 20. Jahrhunderts. Es entwickelte sich eine neue Kunstbewegung, Ausstellungen in renommierten Galerien und Museen sorgen bis heute für eine internationale Anerkennung der Shona-Art.

Bastian Müller-Mühlinghaus hat sich ausführlich mit dem Land, der Kultur und den Menschen in Zimbabwe beschäftigt und gilt als wesentlicher Förderer und Unterstützer von Shona-Art. Seine dauerhafte Ausstellung auf dem Gelände von Schloss Steinhausen in Witten vermittelt einen imponierenden Eindruck von der Vielfalt und Ausdruckskraft der inspirierenden Kunst, die von Kennern als wichtigste Kunstmanifestation Afrikas angesehen wird. Im ansprechenden Ambiente versammelt der Galerist Skulpturen aus Serpentinstein mit dessen vielfältigen Farbnuancierungen, aus Treibholz und Upcycling-Material sowie unterschiedliches Kunsthandwerk für eine attraktive Gartenkunst.

Fotograf Heinrich Brinkmöller-Becker hat mit seiner Kamera die Ausstellung besucht. Die animierte Projektion seiner Bilder auf die Planetariumskuppel vermittelt einen anregenden Eindruck dieser Kunstform.

Dauer ca. 60 Minuten

Dienstag, 11.05., 20.00 Uhr

 

Planetarium Bochum

Castroper Str. 67

44791 Bochum

Fotoausstellung: Jasper van't Hof. A piano legend live at Bochum

Die Ausstellung wird Corona-bedingt verschoben. Vernissage findet am 04.06.2021 in der Bochumer ROTUNDE statt. Am gleichen Abend gibt Jasper van't Hof in der benachbarten Riff-Halle ein Solo-Konzert. Nähere Informationen in Kürze.

 

artSPACE: CELESTA - Das "himmlische" Instrument in der Planetariumskuppel

Wer kennt ihn nicht, den unverwechselbaren Klang beim Hauptthema vom Harry Potter-Soundtrack oder im Tanz der Zuckerfee in Pjotr Tschaikowskis Der Nussknacker? Dass dieser glockenspielähnliche Sound von dem Instrument Celesta stammt, wissen vielleicht die wenigsten. Zwar fehlt dieses Instrument, das wie ein kleines Klavier oder Harmonium aussieht, weltweit in keinem renommierten Orchester, Konzerthaus oder Studio, seine Herstellung und Funktionsweise dürfte weitgehend unbekannt sein.

Fotograf Heinrich Brinkmöller-Becker hat die Firma Schiedmayer Celesta in Wendlingen besucht und mit seiner Kamera den Produktionsprozess begleitet. Die Manufaktur in der Nähe von Stuttgart ist mittlerweile weltweit die einzige, die nach dem Patent des Franzosen Victor Mustel dieses „himmlische“ Instrument herstellt (céleste, frz.: himmlisch). Die animierte Projektion in der Kuppel des Planetariums zeigt das Handwerk dieses Instrumentenbaus mit über 5.000 Einzelteilen aus Holz, Metall und Filz. Zu den Bildern spielt der Pianist und Komponist Kai Schumacher auf einer Celesta neben eigenen Werken Kompositionen von Erik Satie, Philip Glass, Hans Otte u.a.. Die so vom Solo-Konzert begleitete Projektion verspricht ein besonderes Hör- und Seh-Erlebnis, das einem außergewöhnlichen Instrument und seinem ebensolchen Klang gewidmet ist.

Dauer: ca. 60 Minuten

Donnerstag, 10. Juni 2021, 20 Uhr

In Kooperation mit dem Förderverein Haus Kemnade e.V.

Planetarium Bochum

Castroper Str. 67

44791 Bochum

RheinVokal 2021: SACRI MONTI

Passionsmusik zu einer Passionsbetrachtung in Bildern: Das Programm der Cantori del Venosa bewegt gleich auf doppelte Weise. Denn zum Gesang der sechs Sänger rund um den Countertenor Christian Rohrbach treten die Bilder von Heinrich Brinkmöller-Becker hinzu. In seinen Fotosequenzen hat der Musik- und Theaterfotograf aus Bochum die Passionsszenen in den „Sacri Monti“ Norditaliens auf suggestive Weise eingefangen. Schon der Hl. Karl Borromäus war von diesen vielfigurigen Szenen tief betroffen. Sein Neffe Carlo Gesualdo da Venosa legte seine eben solche Erschütterung in seine Responsorien zur Karwoche hinein – Bild und Ton in vollkommener Zwiesprache.

Carlo Gesualdo da Venosa: Responsorien zum Samstag der Karwoche  und  Miserere

Cantori del Venosa

Jasmin Hörner, Sopran
Julia Diefenbach, Mezzosopran
Jonas Boy, Tenor
Fabian Kelly, Tenor
Florian Küppers, Bass

Christian Rohrbach, Countertenor und Leitung

Dazu zeigt Heinrich Brinkmöller-Becker in animierter Form seine Fotosequenzen von den norditalienischen Sacri Monti in Varallo und Varese.

Sonntag, 01. August 2021, Herrnhuter Brüdergemeinde Neuwied

artSPACE: Der Himmel hängt voller Geigen Cremona - Stradivari - Beethoven

Das Porträt des UNESCO-Weltkulturerbes Geigenbau im italienischen Cremona unter einem anderen Titel.

Dazu spielt das ensemble KONTRASTE Ludwig van Beethovens Streichquartett a-Moll op. 132. Die ausführenden Musiker: Pawel Zalejski, Moritz König, Lisa Klotz, Ariel Barnes

Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg

In Kooperation mit dem ensemble KONTRASTE

Neuer Termin: 8./9./10. Oktober 2021


 

artSPACE: Sacri Monti

Bei den norditalienischen Sacri Monti handelt es sich um neun weitläufige Anlagen von Kapellen, die als Pilgerstätten im 16. Und 17. Jahrhundert auf Anhöhen errichtet wurden, um im gegenreformatorischen Sinne bestimmte Aspekte christlichen Glaubens bildlich auszudrücken. Das Ensemble von in Landschaft eingebetteter Architektur, von lebensgroßen Statuen und Fresken gibt ein beeindruckendes kunsthistorisches Zeugnis des abendländischen Selbstverständnisses seiner Zeit und bildet dabei im wörtlichen Sinne zeittypische Alltagsgeschichte ab. Von 2003 an sind die Sacri Monti als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Das Zusammenwirken von Skulpturen, Gemälden und Fresken, die Komposition dieser Bestandteile, die Detailbesessenheit und nicht zuletzt die künstlerische Umsetzung erzeugen eine bildliche Narration von höchster Suggestivkraft. Auf die Zeitgenossen müssen die Bilderwelten mindestens eine ähnlich überwältigende Illusionswirkung ausgeübt haben, wie wir sie annähernd vom Kino kennen.
Normalerweise sind die Szenen nur durch Gitterfenster zu betrachten. Ich bekam im Frühjahr dieses Jahres die Genehmigung, die Figuren aus nächster Nähe zu fotografieren. Diese Fotografien des „Kinos des 16. Und 17. Jahrhunderts“ bearbeitete und montierte ich zu Sequenzen. In der animierten Großprojektion auf die Kuppel des Planetariums werden die dargestellten Szenen zu einer lebendigen Erzählung, in die man als Zuschauer eintaucht.

Die nächste Station:

Planetarium Wolfsburg, Corona-bedingt verschoben, neuer Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.