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artSPACE und Live-Musik: Stradivari in der Kuppel

Im Rahmen der Festwoche zur Wiedereröffnung des Planetariums im LWL-Museum für Naturkunde in Münster ist nach seiner umfänglichen Renovierung in der Planetariumskuppel ein besonderes Bild-Musik-Event zu erleben: eine animierte Bildershow zum Geigenbau in der Stradivari-Tradition gekoppelt mit einem Live-Konzert.

Cremona, 80 km südöstlich von Mailand gelegen, ist berühmt wegen seiner Tradition im Geigenbau. Diese wurde begründet von Namen wie Antonio Stradivari, Andrea Amati und Giuseppe Guarneri del Gesù. Über 150 Werkstätten des Geigenbaus, ein modernes Geigen-Museum, eine Universität, eine Violinbauschule und vor allem viele MusikerInnen aus aller Welt prägen bis heute die überaus sehenswerte lombardische Altstadt. Die traditionelle Geigenbaukunst von Cremona wurde im Jahre 2012 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Ich habe mit meiner Kamera Cremona besucht und zeige in einer Projektion von animierten Bildsequenzen auf die Planetariumskuppel meine Eindrücke von Stradivaris Erben. In dem Cremona-Porträt zu sehen sind Bilder der Stadt, die vom Geigenbau geprägt ist, von vier Werkstätten und dem modernen Geigen-Museum. Den Abschluss des Bilderreigens bildet die Demonstration der einzelnen Schritte des Geigenbaus aus der internationalen Violinbauschule.

Die passende Live-Musik dazu liefern Streichinstrumente. Das Cornelius-Trio des Orchesterzentrum | NRW spielt Ludwig van Beethovens Streichtrio Serenade in D-Dur Op.8. Die ausführenden MusikerInnen: Teira Yamashita (Violine), Severin Van Schmid (Viola) und Ghislain Portier (Violoncello).

 

In Kooperation mit dem Orchesterzentrum | NRW und DIG - Deutsch-italienische Gesellschaft e.V. Münster

Dauer: ca. 60 Minuten

Mittwoch, 06.07.2022, 19.00 Uhr

Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde

Sentruper Str. 285

48161 Münster

artSPACE und Live-Musik: URBAN ART im XXL-Format - Die Mural Harbor Gallery in Linz

Die Projektion ‚URBAN ART im XXL-Format‘ zeigt ein Porträt der Mural Harbor Gallery im österreichischen Linz, eines der weltweit größten Projekte für Urban Art. Die Outdoor-Galerie ist ein Zentrum der globalen Subkultur. Im öffentlichen Raum des Linzer Hafens werden meist überdimensionierte Wandbilder („murals“) von renommierten internationalen Graffiti-Künstlern gezeigt. Seit über einem Jahrzehnt hat sich die Mural Harbor Gallery zu einem beliebten Reiseziel für Graffiti-Writer, Street Artists und Muralists aus der ganzen Welt entwickelt. An nur einem Ort ist konzentriert die ganze Bandbreite dieser Kunstform zu erleben.

Auf einer Gesamtfläche von 135 Hektar ist eine Vielzahl von Murals und Graffiti zu erleben, zum Teil auf Flächen von über 500 m2 - Urban Art in Kingsize.

Ich habe mit meiner Kamera den Mural Harbor besucht. In einer animierten Show projiziere ich meine Fotografien auf die 360°-Kuppel, die sich für die Darstellung der teils übergroßen Murals besonders eignet.

Dazu gibt es ein Live-Konzert der Gruppe MEAT.KARAOKE.QUALITY.TIME. Die Musiker Jan Klare, Florian Walter und Karl-F. Degenhardt aus dem Umfeld der Großformation The Dorf und des Labels Umland Records sind als Experten für improvisierte Musik, für besondere Soundexperimente bekannt. Im Planetarium begleiten die beiden Saxophonisten und der Drummer die Kuppelprojektion mit Sounds aus Blaswandlern und electronics – eine besonders passende und suggestive Musik zu den projizierten Bildern.

Dienstag, 13. September 2022, 20.00 Uhr

Planetarium Bochum

Castroper Str. 67

44791 Bochum

 

Eintritt: 10,50 € (erm. 8 €)

 

www.planetarium-bochum.de

 

artSPACE: Der Pina Bausch-Kosmos. Magie des Tanztheaters

Pina Bausch (1940 – 2009) gilt allgemeinhin als Begründerin des Tanztheaters. Das von ihr (weiter-)entwickelte spezifische Bühnengenre bringt tänzerische und  theatralische Ausdrucksformen, bringt Tanz mit Sprache, Gesang, Pantomime, Artistik und Schauspiel zu einer neuen komplexen Formensprache zusammen. Die international bekannte und hochgeschätzte Choreographin kreierte mit ihrem Ensemble eine Bühnenästhetik, die weit über den Tanz hinausgeht und eine umfassende Theaterkunst bedeutet. Bis heute zeigt das Wuppertaler Pina Bausch Tanztheater die Stücke der Kultfigur der internationalen Tanz- und Theaterszene, das Repertoire ist nach wie vor weltweit ein gefragtes Bühnenereignis.

Die Projektion „Der Pina Bausch-Kosmos. Magie des Tanztheaters“ zeigt eine Vielzahl von Szenen aus 14 Inszenierungen der Tänzerin und Choreographin. In der Planetariumskuppel ist in der Chronologie der Uraufführungen von „Das Frühlingsopfer“ (UA 1975) bis „…como el musguito en la piedra, ay si, si, si…“ (UA 2009) ein repräsentativer Bilderreigen von diesen Pina Bausch-Stücken zu sehen. Die animierten Fotosequenzen geben einen fokussierten Ein- und Überblick über die Bausch-typische Bühnensprache, ihren Reichtum an Ausdrucksformen und ihre Veränderungen im Laufe der Entwicklung.

Dauer: ca. 70‘

Freitag, 20. Mai 2022, 19.00 Uhr

Planetarium Bochum

Castroper Straße 67

44791 Bochum

Eintritt: 10,50 €, erm. 8 €

www.planetarium-bochum.de

 

 

Freitag, 16. September 2022, 19.00 Uhr

Carl-Zeiss-Planetarium Stuttgart

Willy-Brandt-Straße 25 (Mittlerer Schlossgarten)

70173 Stuttgart

 

Freitag, 28. Oktober 2022, 20.00 Uhr

Galileum Solingen Planetarium

Walter-Horn-Weg 1

42687 Solingen

„Pina Bausch-Kosmos“ zeigt Szenen aus folgenden Stücken:

  1. Das Frühlingsopfer (UA 03.12.1975)
  2. Die sieben Todsünden (UA 15.06.1976)
  3. Blaubart. Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ (UA 08.01.1977)
  4. Café Müller (UA 20.05.1978)
  5. Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloss, die anderen folgen (UA22.04.1978)
  6. Arien (UA 12.05.1979)
  7. 1980 – Ein Stück von Pina Bausch (UA 18.05.1980)
  8. Viktor (UA 14.05.1986)
  9. Palermo Palermo (UA 17.12.1989)
  10. Masurca Fogo (UA 04.04.1998)
  11. Água (UA 12.05.2001)
  12. Nefés (UA 21.03.2003)
  13. Ten Chi (UA 08.05.2004)
  14. „…como el musguito en la piedra, ay si, si, si…” (UA 12.06.2009)

artSPACE: AUS/AUF GUTEM GRUNDE - Die Kultur der Kleingärten

Gärtnern ist Trend – nicht erst seit Corona. Das Modethema Gärtnern in der Stadt entspricht einer neuen – oder alten – Lust am Gärtnern, die längst nicht nur im Kleingarten ihren Niederschlag findet. Der allgemeine Trend drückt sich aus in: Dachgärten, Balkonfarrmen, Nachbarschafts- oder Gemeinschaftsgärten, Selbsterntegärten.Dabei ist der Run auf die Kleingärten-Vereine ungebrochen, ihre Beliebtheit nimmt sogar weiter zu.

Ich war mit meiner Kamera in Bochumer Kleingärten unterwegs, nicht in allen 80 existierenden, aber in einigen. Daraus entwickelte sich das Projekt „aus/auf gutem Grunde“ über die Kultur der Kleingärten. Anlass ist das 100-jährige Jubiläums des Stadtverbandes Bochum der Kleingärtner e.V. in diesem Jahr.

Das Projekt gibt einen kleinen Einblick in die Kleingarten-Szene. Die ist längst nicht mehr so, wie man sie früher gesehen hatte: als spießig, kleinbürgerlich, gleichförmig. Gestaltung und Nutzung der Gärten haben sich verändert und sind vielfältig geworden. Genau wie die, die sie betreiben. Die Gartenkultur hat sich genauso verändert wie die gärtnernden Menschen. Selbstbild und Regelungen sind offener geworden.

Die Bilder in der 360°-Kuppel des Planetariums sind im Sinne typologischer Fotografieangelegt, sie zeigen die ganze Vielfalt der Kleingarten-Kultur: die Architektur der Lauben, die Anlageformen der Gärten, den unterschiedlichen Anbau, die Rasen- und Zierflächen, die Hochbeete, Gewächshäuschen, die vielen verschiedenen Dekorationen, ja, auch Kunstgegenstände, Spielhäuschen für Kinder, Sport- und andere Freizeitgeräte, die Freizeitanlagen, die Vereinsheime … . Es gibt kleine Teiche, Steingärten, manche Gärten liegen inmitten von Naturlandschaften, andere direkt an der Autobahn. Die Bilder zeigen dabei ganz unterschiedliche Geschmäcker, die ganze Pluralität der Kleingärten.

Manche Lauben verstecken sich hinter Hecken, andere geben sich offen, manche Gärten sind streng abgeschottet, andere wiederum schon vom Eingangstor her offen. Auffällig sind die vielen Nistkästen, Biotope, die Bienenvölkern und Fledermäusen ein Zuhause ermöglichen – Kleingärten sind eben gelebter Naturschutz. Einige Anlagen haben wunderschön angelegte Spiel- und Seniorenplätze, andere sind im Bereich von Lehr- und Schulgärten engagiert.

In Kooperation mit dem Stadtverband Bochum der Kleingärtner e.V.

Dienstag, 25. Oktober 2022, 19.00 Uhr

Planetarium Bochum

Castroper Str. 67

44791 Bochum

 

Eintritt: 10,50 € (erm. 8 €)

 

www.planetarium-bochum.de

 

artSPACE: Sacro Monte di Varallo - Porträt des UNESCO-Weltkulturerbes

Der Sacro Monte im norditalienischen Varallo ist der älteste und komplexeste von insgesamt neun Anlagen, die im 16. und  17. Jahrhundert auf Bergen und an Seen errichtet wurden. Das UNESCO-Weltkulturerbe wurde im gegenreformatorischen Sinne errichtet, um Aspekte christlichen Glaubens bildlich-realistisch auszudrücken. Das Ensemble von in Landschaft eingebetteter Architektur, von lebensgroßen Statuen und von Fresken und Bildern gibt ein beeindruckendes kunsthistorisches Zeugnis des abendländischen Selbstverständnisses seiner Zeit und bildet dabei im wörtlichen Sinne zeittypische Alltagsgeschichte ab.

In einem früheren vielbeachteten Projekt stellte Heinrich Brinkmöller-Becker in verschiedenen Planetarien die lebensgroßen Statuen von fünf Sacri Monti vor, die in ihrer Illusionswirkung und Suggestivkraft ein beeindruckendes kunsthistorisches Zeugnis von einem außergewöhnlichen Denkmalkomplex geben. In der Kuppelprojektion widmet er sich jetzt ausschließlich dem Sacro Monte von Varallo, dem ältesten und wichtigsten, der als Vorlage für den anschließenden Bau der anderen Sacri Monti diente. Gezeigt werden Landschaft, Architektur und exemplarisch Statuen und Fresken des Komplexes mit seinen insgesamt über 800 Statuen mit ihrer Detailbesessenheit, mit der Basilika und der Anlage von 45 Kapellen.

Das Zusammenwirken dieser Faktoren und nicht zuletzt die Umsetzung als einmaliges Gesamtkunstwerk von den bedeutendsten Künstlern der Zeit erzeugen eine bildliche Narration von höchster Suggestivkraft.

 

Montag, 07.11.2022, 18.00 Uhr und 19.45 Uhr

URANIA-Planetarium, Gutenbergstr. 71/72, 14467 Potsdam

In Kooperation mit der Deutsch-italienischen Gesellschaft e.V. in Berlin und dem Freundeskreis Potsdam-Perugia in Potsdam

 

Dienstag, 22.11.2022, 20.00 Uhr

Planetarium Bochum, Castroper Straße 47, 44791 Bochum

In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Bochum und Cicuit Deutsch-italienische Gesellschaft e.V. Bochum