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artSPACE: Sacri Monti

Bei den norditalienischen Sacri Monti handelt es sich um neun weitläufige Anlagen von Kapellen, die als Pilgerstätten im 16. Und 17. Jahrhundert auf Anhöhen errichtet wurden, um im gegenreformatorischen Sinne bestimmte Aspekte christlichen Glaubens bildlich auszudrücken. Das Ensemble von in Landschaft eingebetteter Architektur, von lebensgroßen Statuen und Fresken gibt ein beeindruckendes kunsthistorisches Zeugnis des abendländischen Selbstverständnisses seiner Zeit und bildet dabei im wörtlichen Sinne zeittypische Alltagsgeschichte ab. Von 2003 an sind die Sacri Monti als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Das Zusammenwirken von Skulpturen, Gemälden und Fresken, die Komposition dieser Bestandteile, die Detailbesessenheit und nicht zuletzt die künstlerische Umsetzung erzeugen eine bildliche Narration von höchster Suggestivkraft. Auf die Zeitgenossen müssen die Bilderwelten mindestens eine ähnlich überwältigende Illusionswirkung ausgeübt haben, wie wir sie annähernd vom Kino kennen.
Normalerweise sind die Szenen nur durch Gitterfenster zu betrachten. Ich bekam im Frühjahr dieses Jahres die Genehmigung, die Figuren aus nächster Nähe zu fotografieren. Diese Fotografien des „Kinos des 16. Und 17. Jahrhunderts“ bearbeitete und montierte ich zu Sequenzen. In der animierten Großprojektion auf die Kuppel des Planetariums werden die dargestellten Szenen zu einer lebendigen Erzählung, in die man als Zuschauer eintaucht.

Die nächsten Station:

Planetarium Wolfsburg, Mittwoch, 22.04.2020, 19.00 Uhr

ArtSpace: Stradivari in der Kuppel - Porträt des UNESCO-Weltkulturerbes Geigenbau im italienischen Cremona

Cremona, 80 km südöstlich von Mailand gelegen, ist berühmt durch seine Tradition im Geigenbau. Diese wurde begründet von Namen wie Antonio Stradivari, Andrea Amati und Giuseppe Guarneri del Gesù, über 150 Werkstätten des Geigenbaus, ein modernes Geigen-Museum, Universität, eine Violinbauschule und vor allem viele MusikerInnen aus aller Welt prägen bis heute die überaus sehenswerte lombardische Altstadt. Die traditionelle Geigenbaukunst von Cremona wurde im Jahre 2012 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Der Fotokünstler Heinrich Brinkmöller-Becker hat mit seiner Kamera Cremona besucht und zeigt in einer Projektion von animierten Bildsequenzen auf die Planetariumskuppel seine Eindrücke von Stradivaris Erben.

Dazu spielt das Streichquartett des Orchesterzentrum | NRW das

Quartett c-Moll für zwei Violinen, Viola und Violoncello, op. 18,4 von Ludwig van Beethoven.

Ausführende MusikerInnen:

Severin van Schmid, Violine

Taira Yamashita, Violine

Claudio Loreti, Viola

Lorraine Buzea, Violoncello.

 

Außerdem gibt der Bochumer Geigenbauer Lukas Kehnen einen kleinen Einblick in sein Handwerk.

 

In Kooperation mit:

Orchesterzentrum | NRW

Cicuit, Deutsch-italienische Gesellschaft e.V.

Förderverein Haus Kemnade und Musikinstrumentensammlung Grumbt e.V.

Geigenbauer Lukas Kehnen

 

Planetarium Bochum, Mittwoch, 29. April 2020, 20.00 Uhr

 

Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg, 27. - 29. November 2020, 20.00 Uhr

In Kooperation mit dem ensemble KONTRASTE

ArtSpace: PINA - Pina Bauschs 'Das Frühlingsopfer' und 'Fürchtet euch nicht'

Die erfolgreiche Produktion 'PINA' wird auch im Jahr 2020 fortgesetzt. Nach Nürnberg, Jena und Bochum geht es weiter mit Wolfsburg.

Pina Bausch - die Bedeutung des Wirkens der Tänzerin und Choreographin für das internationale Tanztheater gilt als revolutionär. Dies ist Anlass dafür, die Ideen und das Schaffen von Pina Bausch in den Blick zu nehmen und – ganz im Sinne von ihr - dabei den Fokus auf experimentelle Öffnung auch für neue Wege zu setzen.

In der Kuppel des Planetariums werden animierte Foto-Sequenzen von Heinrich Brinkmöller-Becker von zwei Inszenierungen gezeigt: Das Frühlingsopfer und Fürchtet euch nicht. Die Sequenzen zur Musik von Igor Stravinsky bzw. Kurt Weill bauen sich filmähnlich in unterschiedlicher Animation auf. Die Suggestivkraft der Montage von Bildern des Tanztheaters wird somit durch das immersive Potenzial der Kuppelprojektion verstärkt. Der Blick wird auf das Essentielle von Tanzsequenzen gerichtet, dem Zuschauer wird die Möglichkeit gegeben, in den montierten Einzelbildern Abläufe zu erkennen und den Zusammenhang von innerer und äußerer Bewegung, von Körperlichkeit und Emotion konzentriert wahrnehmen zu können.

Planetarium Wolfsburg, Mittwoch, 17.6.2020, 19.00 Uhr